BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


23. April 1997

Dieners Expo-Abgang macht Weg frei für Wirtschaft - "Expo: Gigantisches Autokino mit Nonstop Werbung"

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 23. April 1997 - Der offensichtlich bevorstehende Abgang des Expo Geschäftsführers Theodor Diener kennzeichnet nach Ansicht des BUND die vollständige Wende der Expo zur reinen Wirtschaftsschau: "Hannover wird sich der Welt als gigantisches Autokino mit Nonstop Werbung präsentieren", ist sich Robert Exner, Exporeferent des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen, sicher. "Dafür werden Frau Breuel und die bekennenden Automänner Werner, Schröder, Volk und Brodbeck schon sorgen", so Exner weiter. Der BUND befürchtet das der neuerliche Führungsstreit in der Expo-Chefetage wieder auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen wird: "Man darf gespannt sein, mit welchem 'Ruhegeld' das Ausscheiden einer weiteren Expo-Führungskraft diesmal versüßt wird". Diener ist der zehnte Expo-Manager, der seit 1994 vorzeitig geht: "Die durchschnittliche Verweildauer der Expo-Chefs hat nicht einmal ein Jahr betragen", so Exner. Dies sei ein deutliches Zeichen für die Konzeptions- und Kopflosigkeit der Weltausstellung. "Die Kompetenz des Expo-Aufsichtsrates ist angesichts dieser steuergeldverschlingende Personalentscheidungen erheblich anzuzweifeln", so der BUND-Sprecher. Eine öffentliche Überwachung und Rechenschaftsberichte, wie der Aufsichtsrat Steuermittel verwendet, sei dringend erforderlich.


Quelle: http://archiv.bund-niedersachsen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/91/artikel/dieners-expo-abgang-macht-weg-frei-fuer-wirtschaft-expo-gigantisches-autokino-mit-nonstop-werbun-1/