4. März 1997

BUND erinnert Innenminister Glogowski an Amtseid: - "Dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichtet und nicht dem Castor"

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 04. März 1997 - "Mit der Amtsübernahme hat sich Innenminister Glogowski dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichtet und nicht dazu, den Castor-Transport durchzusetzen", darauf wies heute Reinhard Löhmer, stellvertretender Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen, hin. Wenn sich Glogowski jetzt auf seinen Amtseid bei dem umstrittenen Polizeieinsatz zur Sicherung des Atommülltransportes berufe, sei dies eine sehr einseitige Interpretation. "In erster Linie ist er dem Volk verpflichtet", so der BUND-Vertreter. "Aber nicht die castorablehnende Bevölkerungsmehrheit wird geschützt, sondern der Atomzug."
Nicht nur Atomgenerinnen und -gegner hätten ein verfassungsmäßiges Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, sondern auch die Sicherheitskräfte, die jetzt zur Begleitung des Atomtransportes abkommandiert seien. "Die Verantwortung für die Gesundheitsgefährdung der Menschen beim Castortransport kann auch ein Innenminister nicht übernehmen", so Löhmer. Schon aus Fürsorgepflicht für seine Untergebenen müsse Glogowki als oberster Dienstherr der Polizei den Castortransport schnellstens untersagen.




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