3. Juni 1997

Dünenverbreiterung beim Pirolatal auf Langeoog - BUND für einen nachhaltigen Insel- und Küstenschutz

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 03. Juni 1997 - Für die Entwicklung eines nachhaltig wirksamen Konzeptes zum Insel- und Trinkwasserschutz auf der Insel Langeoog hat sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Niedersachsen heute während eines vor-Ort-Termins ausgesprochen: "Die Stabilisierung der Schutzdüne vor dem Pirolatal, einem durch Erosion besonders gefährdeten Dünenabschnitt, sollte nur durch den Einbau von unbedingt erforderlichen Sandmengen vorgenommen werden", sagte Marita Wudtke, Naturschutzreferentin des BUND.
"Da diese Maßnahme einen Eingriff in Natur und Landschaft darstellt, ist sie durch entsprechende Ausgleichs- und/oder Ersatzmaßnahmen zu kompensieren", so die BUND-Sprecherin weiter. Dies setze eine genaue Erfassung der Pflanzen- und Tierwelt des betroffenen Bereiches voraus, insbesondere deshalb, weil erhebliche Beeinträchtigungen von besonders geschützten Biotopen nach § 28a Niedersächsischem Naturschutzgesetz sowie Biotoptypen, die gemäß der Roten Liste in Niedersachsen gefährdet sind, betroffen sein werden, erklärte Wudtke.
Der BUND spricht sich für einen sorgsamen Umgang mit der im Pirolatal liegenden Süßwasserreserve aus. Durch Wassersparaktionen haben sich in den vergangenen Jahren bereits deutliche Erfolge gezeigt. Mit der Teilnahme an dem Besichtigungs- und Gesprächstermin auf Langeoog habe der BUND sein Interesse am Dialog gezeigt - seine abschließende Stellungnahme zu den neu vorgelegten Unterlagen werde kurzfristig in den nächsten drei Wochen an die zuständige Behörde gehen. "Damit steht dem baldigen Beginn der Baumaßnahme von unserer Seite nichts mehr im Wege", so die BUND-Sprecherin Wutdke abschließend.




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