BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


5. August 1997

Nationalpark Elbtalaue BUND begrüßt Kabinettsentscheid - "Vom Oder-Hochwasser lernen - keinen weiteren Elbausbau"

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 05. August 1997 - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen hat den heutigen Entscheid des niedersächsischen Kabinetts für einen Nationalpark in der Elbtalaue begrüßt: "Damit ist der Weg frei, um eine der letzten naturnahen Flußlandschaften in Niedersachsen wirksam zu schützen", sagte Dr. Marita Wudtke, Naturschutzreferentin des BUND. "Unserer Vision, daß die Elbe wieder ein Fluß wird, in dem man Baden und die Natur genießen kann, rücken wir damit ein Stückchen näher", so die BUND-Vertreterin.
Der Umweltverband lehnte aber den Plan des Bundesverkehrsministeriums ab, die Elbe bei Dömitz im Nationalpark auszubauen: "Inzwischen hat ja sogar Bundeskanzler Helmut Kohl eingesehen, daß die 'Flüsse wieder mehr Raum' bekommen müssen. Das heißt aber, daß sie nicht weiter den Schiffen angepaßt werden dürfen", sagte Wudtke. Der BUND hoffe, daß die Bundesregierung vom Oder-Hochwasser lerne und den Ausbau der Elbe auf 13 Kilometer im geplanten Nationalpark nicht weiter verfolge. Zumal der Elbe-Seiten-Kanal im gleichen Zeitraum für die Schiffahrt verbessert werde: "Auch deshalb kann man sich den Elbausbau sparen, das kommt der Natur und dem Steuerzahler zugute", so die BUND-Vertreterin.


Quelle: http://archiv.bund-niedersachsen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/89/artikel/nationalpark-elbtalaue-bund-begruesst-kabinettsentscheid-vom-oder-hochwasser-lernen-keinen-weit/