30. November 1997

Quäkende Expo-Quälgeister vergiften tonnenweise Altpapier - "Expo direkt" - Kostspielige Verpackung mit umweltschädlichem Inhalt

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 30. November 1997 - Rund vierundzwanzig Tonnen Altpapier werden bei der Entsorgung der jüngsten Ausgabe von "Expo direkt" durch Quecksilber und andere Chemikalien vergiftet. Diese Zahl nannte am Wochenende der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen. Als besonderen Werbe-Gag hatte die Expo GmbH in der neuesten Weltausstellungszeitung ein batteriebetriebenes Musikmodul mit der amerikanischen Nationalhymne eingeheftet. "Größtenteils werden die 150.000 quäkenden Expo-Quälgeister mit dem Heft ins Altpapier wandern", ist sich Robert Exner, Exporeferent des BUND sicher. Die wenigsten Leser würden sich die Mühe machen, die Silberoxid-Batterie herauszufummeln und die Musik-Platine auszuschneiden, bevor sie das Heft zum Altpapier packen.
"Folgt man dem mißverständlichen Entsorgungshinweis, den die Expo in winziger Schrift auf der letzten Seite gibt, kommen neben dem Papier rund 450 Kilogramm Sondermüll heraus", hat Exner errechnet. Die Zeitung "Expo direkt" sei damit bezeichnend für die gesamte Weltausstellung und ihr angebliches Bemühen um die Umwelt: "Kostspielige Verpackung mit umweltschädlichem Inhalt", so das Fazit des BUND-Sprechers.




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