23. November 1998

Krümmel als Plutoniumschleuder? - BUND und BBU erstatten Strafanzeige

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 23. November 1998 - Im Zusammenhang mit der Bremer Untersuchung zum AKW Krümmel haben am Montagnachmittag der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen und der Bundesverband der Bürgerinitiativen (BBU) Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Lübeck soll nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf unerlaubte Plutoniumfreisetzungen in der Umgebung des Atomreaktors Krümmel einleiten. Die beiden Umweltverbände wollen damit die Klärung, ob das Atomkraftwerk für die auffällige Häufung von Leukämieerkrankungen in der Elbmarsch verantwortlich ist, vorantreiben. Seit 1989 waren zehn Kinder und ein Jugendlicher in der Umgebung des Atomkraftwerkes an Blutkrebs erkrankt, erst Mitte September war dort ein neuer Fall von der Erkrankung eines jungen Erwachsenen bekannt geworden. "Wir müssen endlich erreichen, daß die Menschen in der Elbmarsch geschützt werden und nicht der Bestand des Atomreaktors", so ein Sprecher von BUND und BBU.




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