4. November 1998

Klimakonferenz in Buenos Aires - BUND fordertstärkeren Beitrag Niedersachsens zum Klimaschutz: "Solaroffensive darf nicht zusammengestrichen werden"

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 04. November 1998 - "Niedersachsen muß mehr für den Klimaschutz tun und die umweltfreundliche Nutzung der Sonnenenergie stärker als bisher vorantreiben. Die angekündigte Solaroffensive darf nicht zurückgefahren werden." Dies forderte heute Renate Backhaus, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Auf der internationalen Klimakonferenz in Buenos Aires werde zur Zeit angestrengt überlegt, wie die globale Klimakatastrophe abzuwenden sei, auch Niedersachsen müsse dazu seinen Beitrag leisten: "Im Frühjahr wurden für die Solaroffensive noch 64 Millionen Mark für die kommenden vier Jahre angekündigt, jetzt will sich die Landesregierung mit weniger als einem Drittel für die gesamte Legislaturperiode begnügen", sagte Backhaus. "Das ist eindeutig zu wenig. Das Land kann doch die Solarenergie mit den Millionen fördern, die durch den Verzicht auf weitere Castortransporte frei werden, für den sich Ministerpräsident Gerhard Glogowski ausgesprochen hat", schlägt die BUND-Vorsitzende mit Blick auf die bevorstehenden niedersächsischen Haushaltsberatungen am kommenden Wochenende vor.
Backhaus sprach sich für ein langfristiges Förderprogramm aus: "Erfolgreich sind besonders solche Initiativen, die mit den örtlichen Stadtwerken und Energieversorgern zusammenarbeiten und eine überschaubare Planungssicherheit haben." Solarprogramme des Landes sollten sich mit den Bundes- und kommunalen Förderungen ergänzen. "In Bezug auf die Solarenergienutzung hat das Land noch Einiges nachzuholen. Niedersachsen liegt im Bundesvergleich im unteren Drittel der Sonnenenergiegewinnung", erklärte die BUND-Vorsitzende.




  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
  • Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Ihre Spende hilft.

Suche