22. Februar 1999

"Ein Pyrrhussieg für die Landwirte" - BUND bedauert die Entscheidung des OVG Lüneburg zur Aufhebung des Nationalparks Elbtalaue

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 22. Februar 1999 - "Das ist ein schlechter Tag für die Elbe", kommentierte heute Renate Backhaus, die niedersächsische Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschand, BUND, die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Lüneburg, das die Verordnung des Niedersächsischen Umweltministeriums über den Nationalpark "Elbtalaue" für nichtig erklärt hat. "Der letzte lebendige Strom in Deutschland droht nun - ähnlich wie der Rhein - zur ausgebauten Bundeswasserstraße degradiert zu werden." Im Schatten der ehemaligen innerdeutschen Grenze habe sich eine einzigartige naturnahe Flußlandschaft erhalten. Die noch immer zahlreichen natürlichen Überschwemmungsgebiete entlang der Elbe seien nicht nur ein Refugium für die stark bedrohte Tier- und Pflanzenwelt der Flußauen, sondern sie leisteten auch einen unschätzbaren Beitrag für den Hochwasserschutz. "Dies ist nun gefährdet", sagte die Landesvorsitzende.
"Die Landwirtschaft hat hier einen Pyrrhussieg errungen", sagte Tilman Uhlenhaut, landwirtschaftlicher Sprecher des BUND in Niedersachsen. "Ausgleichszahlungen werden in Zukunft immer stärker in solche Gebiete fließen, die einen hohen Naturschutzstatus haben." Der Nationalpark "Elbtalaue" stellt für EU- und Landes-Agrarförderungen eine wichtige Vorrausetzung dar.




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