3. Juni 1999

Regierungspräsidentin Kruse besucht BUND-Projekt in der Diepholzer Moorniederung

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Diepholz/Hannover, 03. Juni 1999 - Bei einem Besuch in der Diepholzer Moorniederung hat sich am Donnerstag nachmittag Regierungspräsidentin Gertraude Kruse über die langjährige Moorschutzarbeit des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) informiert. Zusammen mit anderen Naturschützern setzt sich der BUND seit über 15 Jahren für den Erhalt der verbliebenen Hochmoore in dieser Region ein. Im Kooperationsvertrag mit der oberen Naturschutzbehörde, der Bezirksregierung Hannover, hat der Umweltverband die Betreuung von 4.883 Hektar Naturschutzgebiet übernommen. "Die gute Zusammenarbeit zwischen zuständigen Behörden, Stiftungen,Landschaftspflegeschäfereien, Landwirten, Grundbesitzern und dem BUND-Projekt ist eine wesentliche Voraussetzung für den bisherigen Naturschutzerfolg in diesem besonderen Naturraum", erläuterte Dr. Reinhard Löhmer, stellvertretender BUND-Vorsitzender. Zukünftig wolle man verstärkt mit Förderung durch die Europäische Union weitere Moorbereiche renaturieren. Durch die Arbeit der Naturschützer haben sich zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten wie der Sonnentau oder das Schwarzkehlchen und der Neuntöter wieder ausgebreitet oder neu angesiedelt.
Auf der dreistündigen Rundfahrt durch das Gebiet betonte Regierungspräsidentin Kruse, daß die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen für sie persönlich einen sehr hohen Stellenwert habe und einen Schwerpunkt ihrer Aufgaben als Regierungspräsidentin darstelle: "Ich freue mich über die in der Diepholzer Moorniederung in Zusammenarbeit mit dem BUND erreichten Erfolge. Die Bezirksregierung ist sich der internationalen Bedeutung dieses Naturraums sehr wohl bewußt und daher bestrebt, auch in Zukunft das Projekt zu unterstützen", sagte Gertraude Kruse. "Hierzu ist es erforderlich, daß sich Vertreter der Bezirksregierung und des BUND regelmäßig vor Ort zusammensetzen und im gemeinsamen Dialog künftige Vorhaben abstimmen", so die Regierungspräsidentin weiter.
Zu den Zukunftsaussichten sagte Friedhelm Niemeyer, Leiter des BUND-Projektes: "Je besser es uns gelingt, die Hochmoore zu schützen und zu renaturieren, um so deutlicher wird jedem, welche Naturkostbarkeiten hier zu finden sind." Die Diepholzer Moorniederung brauche weitere Unterstützung gerade von der Bezirksregierung, um Lösungen für den bestehenden Interessenkonflikt wischen Naturschutz und Landwirtschaft zu finden. "Allmählich ändert die Moorlandschaft ihren Charakter wieder hin zu naturnahen Verhältnissen. Das neugewonnene Landschaftskapital kann hervorragend für einen naturverträglichen Tourismus und damit auch für neue Arbeitsplätze eingesetzt werden", ist sich der BUND-Vertreter sicher.




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