BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


11. August 1999

Umweltverbände zur Emssperrwerkentscheidung - "Oldenburger Richter schaffen Klarheit. Inhaltliche Einwände werden erst noch geprüft."

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 11. August 1999 - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen kommentierte die heutige Entscheidung des Oldenburger Verwaltungsgerichts zum Emssperrwerk als Versuch, "Klarheit in dem juristischen Durcheinander zu schaffen, das die Bezirksregierung angerichtet hat", erklärte BUND-Sprecher Robert Exner im Namen der Umweltverbände BUND, NABU und WWF. Exner kündigte an, daß die Umweltverbände möglichst bald einen neuen Eilantrag einreichen würden, um den nun wieder möglichen Sofortvollzug des Planfeststellungsbeschlusses zu stoppen. "An unseren bisherigen Einwänden gegen das Emssperrwerk ändert der heutige Beschluß nichts. Das Verwaltungsgericht hat uns gegenüber deutlich gemacht, daß es sich heute nur um eine Formalie handelt, die die inhaltliche Würdigung unserer Einwände durch die Richter in keiner Weise einschränkt", erklärte Exner. Für die Umweltverbände ist klar, daß das Oldenburger Gericht mit seiner Entscheidung keineswegs den Planänderungsbeschluß der Bezirksregierung als Ganzes abgesegnet hat. Die Verbände sind optimistisch, daß ihre naturschutzrechtlichen Bedenken gegen das geplante Bauwerk in ein anerkanntes europäisches Vogelschutzgebiet im weiteren gerichtlichen Verfahren zum Tragen kommen.


Quelle: http://archiv.bund-niedersachsen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/78/artikel/umweltverbaende-zur-emssperrwerkentscheidung-oldenburger-richter-schaffen-klarheit-inhaltliche-e/