30. Juli 1999

Emssperrwerk - Umweltverbände: "Gericht entscheidet über Emssperrwerk und nicht die Auftragslage der Meyer-Werft"

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 30. Juli 1999 - Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF stellten heute noch einmal klar, daß einzig und allein das Gericht darüber zu entscheiden habe, ob das Emssperrwerk weitergebaut werden kann oder nicht: "Es geht darum, ob das Projekt nationales und internationales Recht verletzt. Zwei Gerichte haben bereits die eklatanten Fehler im bisherigen Verfahren verurteilt, die EU hat festgestellt, daß es sich um einen erheblichen Eingriff in die Natur handelt. Wer also versucht, diese rechtsstaatlichen Mängel herunterzuspielen und den Umweltverbänden vorwirft, ihnen wäre lediglich 'die Meyer-Werft ein Dorn im Auge', so wie heute der Betriebsratsvorsitzende Helmut Plöger in einer Pressemitteilung, der verdreht die Tatsachen", erklärte ein Sprecher der Umweltverbände. "Gesetzbücher sind allemal bindender als die Auftragsbücher eines Unternehmens", so der Verbändesprecher. Die Verbände stellten noch einmal klar, daß sie nach wie vor dafür eintreten, an der Ems eine Lösung ohne Sperrwerk zu finden, die die Natur und die Arbeitsplätze gleichermaßen sichert.
BUND, NABU und WWF gaben bekannt, daß sie gestern beim Verwaltungsgericht Oldenburg gegen den Planergänzungsbeschluß, den die Bezirksregierung letzte Woche erlassen hatte, Klage eingelegt haben.




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