BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


18. Februar 2000

Emssperrwerk - OVG nimmt Beschwerde der Umweltverbände an

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover/Bremen, 18. Februar 2000 - Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF begrüßen die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg, ihre Beschwerde gegen den Emssperrwerks-Beschluss des Verwaltungsgerichtes Oldenburg anzunehmen.Das Verwaltungsgericht hatte im Oktober den Eilantrag der Umweltverbände gegen den Weiterbau des Emssperrwerks abgelehnt. Durch die Annahme der Beschwerde bestätige das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hingegen, dass die Argumente der Umweltverbände nicht einfach vom Tisch zu wischen sind, sondern einer sorgfältigen Prüfung bedürfen. BUND, NABU und WWF hatten die Rechtmäßigkeit der Ablehnung des Eilantrags angezweifelt: "Wir setzen darauf, dass das OVG die Verharmlosung der Umweltschäden durch das geplante Emssperrwerk, die Einschränkung des Verbandsklagerechtes sowie die Missachtung des europäischen Naturschutzrechtes, so wie es das Verwaltungsgericht vorgenommen hatte, nicht zulassen wird", sagte ein Sprecher der Verbände.Mit dem Weiterbau des Emssperrwerks riskiert die Bezirksregierung Weser-Ems, dass weiterhin Steuergelder in eine mögliche Millionenruine fließen. "Wir fordern das NLWK als Bauträger auf, die Arbeiten bis zu einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts ruhen zu lassen, bis dass das Gericht über die Rechtmäßigkeit des Eingriffs entschieden hat. Vor allem das Europäische Vogelschutzgebiet und die wertvollen Salzwiesen im Nendorper Deichvorland dürfen nicht geschädigt oder zerstört werden", sagte der Sprecher der Verbände.


Quelle: http://archiv.bund-niedersachsen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/76/artikel/emssperrwerk-ovg-nimmt-beschwerde-der-umweltverbaende-an/