1. Februar 2001

Castor-Transporte - BUND ruft zu gewaltfreiem Protest auf - "Widerstand ist Frage der Zivilcourage nicht der Parteizugehörigkeit"

Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent

Hannover, 01. Februar 2001 - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen hat heute angekündigt, sich an Blockaden gegen den geplanten Castor-Transport nach Gorleben Ende März zu beteiligen: "Der gewaltfreie Protest gegen die lebensgefährliche Atommüllverschiebung ist eine Frage der Zivilcourage. Dabei entscheidet nur das eigene Gewissen und nicht die Parteizugehörigkeit", erklärte Renate Backhaus, Landesvorsitzende des BUND. Dass jetzt die Bundesregierung die Transporte als unbedingt notwendig und völkerrechtlich verbindlich darzustellen versucht und damit dem Castor-Protest den Beigeschmack von Rechtsbruch gibt, ist nach Ansicht der BUND-Vorsitzenden unerträglich: "Das Grundrecht der Menschen auf Leben und körperliche Unversehrtheit in Deutschland und auch in Frankreich scheint weniger Wert zu sein, als Verträge der Atomlobby", sagte Backhaus. "Wichtig ist, dass sich die Menschen nicht ihre Phantasie nehmen und in die kriminelle Ecke drängen lassen, wenn sie gewaltfrei ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen", so Backhaus.




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