22. März 2002
Burg Lenzen facettenreiches Projekt in der Prignitz - BUND knüpft mit Eco-Desing-Konzept ein Künstlernetzwerk
Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent
Hannover, 22. März 2002 - Beim Umbau von Burg Lenzen an der Elbe zu einem modernen Besucher- und Umweltbildungszentrum steht die Verwendung baubiologischer Materialien im Vordergrund. Der BUND als Bauherr bringt nun Ökologie und hochwertiges Design zusammen. Für die Ausgestaltung des neuen Gästehauses sollen Künstlerinnen und Künstler gewonnen werden. "Wir wollen das Gästehaus zu einer Mischung aus traditioneller Herberge und Bühne für Künstler, Handwerker, Designer und Baubiologen machen", erläutert Prof. Astrid Kircher das Konzept. "Einfache innenarchitektonische Vorgaben lassen den Teilnehmern Freiraum für individuelle Wandgestaltungen, eigene Möbelkreationen, künstlerische Stoffarbeiten oder Lichtinstallationen", so die Innenarchitektin weiter. Ersten Künstlern stellt Kircher ihre Eco-Design-Überlegungen bereits an diesem Wochenende auf der Umwelt-Messe "Terra 2002" in Hannover vor.
Finanziert werden sollen die individuellen Raumgestaltungen durch Sponsoren und Spenden. "Zum einen ist es sicherlich für die Künstler attraktiv, so ein großes Forum für ihre Arbeiten geboten zu bekommen, zum anderen rechnen wir auch damit, dass Firmen und Unternehmen einzelne Beiträge finanzieren", sagte Kircher. Allen Künstlern und Sponsoren würden zahlreiche Möglichkeiten geboten, ihre Unterstützung für Burg Lenzen in einem angemessene Rahmen zu präsentieren. "Einzigartige Werbeplattform ist nicht nur die Burg, sondern auch das Netzwerk, dass mit der Zusammenarbeit geknüpft werden soll", so Kircher.
BUND-Geschäftsführer Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler sieht in der Idee vom Eco-Design mehrere Vorteile: "Ökologisches Bauen erhält durch die künstlerische Bereicherung ein neues Image. Für Besucher und Gäste hat jeder Raum etwas Neues zu bieten, die Burg bleibt dadurch attraktiv. Außerdem kann sich Lenzen mit diesem Projekt zu einem Mittelpunkt des Künstlernetzwerks etablieren", erläuterte der BUND-Geschäftsführer. Schließlich sei Burg Lenzen auch als ein Beitrag für die Regionalentwicklung in der Prignitz zu sehen.