20. September 2002
Herbstlaub - "Großreinemachen nicht erforderlich" - Neue Lärmschutzverordnung für Laubbläser
Von: Robert Exner, BUND-Pressereferent
Hannover, 20. September 2002 - Rechtzeitig zum Herbstbeginn am kommenden Montag appellierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen an Gartenbesitzer und Kommunen, Herbstlaub als wertvollen Naturdünger zu betrachten und nicht als lästigen Abfall, der auf die Deponie gehöre. Zudem seien die bunten Blätter Winterquartiere und lebenswichtige Nahrung für Igel und Gartenvögel. "Wer unbedingt in Garten und Parks Ordnung schaffen will, sollte Harke und Besen nehmen, statt lärmende Laubsauger und Laubbläser", sagte Robert Exner vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen. "Das schont die Nerven der Nachbarn und die Natur", so der BUND-Sprecher.
Der Umweltverband wies auf eine neue Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung der Bundesregierung hin, die seit Anfang September in Kraft ist: "In Wohngebieten dürfen solche Geräte sonn- und feiertags gar nicht und an Werktagen nur eingeschränkt betrieben werden", erklärte der BUND-Sprecher. Über 80 Prozent der Deutschen fühlten sich oft oder zeitweise durch Lärm belästigt, viele Krankheitssymptome ließen sich auf Lärmstress zurückführen. "Deshalb ist es gut, wenn die Geräuschgrenzwerte für solche Krachmacher in den kommenden Jahren weiter gesenkt werden", so Exner
Der Einsatz von Laubsaugern verursache zudem Natur-Schäden. Kleintiere vom Boden würde durch die Gebläse der Geräte getötet. Pflanzensamen gingen mit dem Absaugen verloren, so dass sich Blumen und Stauden nicht selbst ausbreiten könnten. "Garten und Parks sind natürliche Oasen der Ruhe in den Städten, lärmendes Großreinemachen gehört da nicht hin", sagte BUND-Sprecher Exner.